Live: Underworld, Casino de Paris, 15-03-19

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Underworld
Donnerstag, 19.03.2015
Casino de Paris, Paris

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, nach jahrelangem Warten, ungeduldigen Besuche der Website und Däumchendrehen eine heiss geliebte Band endlich wieder live erleben zu können. Underworld aus England reisen selten um die Welt, noch weniger oft besuchen sie die Schweiz. Seit ich das Duo also kennen gelernt habe, konnte ich sie nicht mehr in echt bestaunen. Als die Ankündigung der Jubeltour, zum Geburtstag vom grossartigen Album „Dubnobasswithmyheadman“, meine Sphäre erreichte, war ich hin und weg und entschied mich, wieder einmal eine weitere Reise auf mich zu nehmen. Paris, Stadt der Liebe und Ort des Konzertes erschien reizvoll. Und war eine vorzügliche Wahl.

Für den Auftritt wurde das Casino de Paris gewählt, ein altes Theater mit roter Samtpolsterung, grossem Balkon und stolzen Getränkepreisen. Glücklicherweise wurden die Sesselreihen im Parterre entfernt, und das grosszügig erschienene Publikum konnte tanzend dem Konzert entgegen fiebert. Ein DJ legte dazu stimmige Ambient- und Technotracks auf, bis dann um halb Neun die Lichter ausgingen und Karl Hyde mit Darren Price auf der Bühne erschien. Rick Smith beschränkte sich auf die Arbeiten im Hintergrund und am Mischpult. Dem Gesetz des Albums folgend, begann die Show mit „Dark & Long“. Die Show wurde dabei von Lied zu Lied vergrössert, und aus wenigen Scheinwerfern entwuchs ein Spektakel mit unzähligen Lichtern, riesigem LED-Screen und Stroboblitzen. Das heizte die Zuschauer noch mehr an, und spätestens ab „Spoonman“ wurde gefeiert und getanzt. Diese Euphorie steigerte sich immer mehr und explodierte förmlich bei den Knallern „Cowgirl“, „REZ“ und „Spikee“.

Underworld beschränkten sich auf Lieder aus ihren Anfangstagen, getreu dem Tourmotto. Dies tat dem Spass aber keinen Abbruch, wissen die alten Stücke doch genau so zu gefallen wie ihre neueren Werke. Karl Hyde zeigte sich wie immer sympathisch und offenherzig, und plauderte mit den Leuten. Dazu schrammte er auf der Gitarre, zupfte am Bass oder konzentrierte sich auf den Gesang. Darren sorgte mit den Beats und Keyboardflächen für viel Druck und Gepolter. Gegen Ende kochte nicht nur die Stimmung, auch die Luft im Casino de Paris war heiss und feucht. Als die Band dann noch für „Born Slippy.NUXX“ auf die Bühne zurückkehrte, und während dem Song im ganzen Gebäude die Lichter anschaltete, war Paris ein Herz und eine Seele und feierte ohne Zurückhaltung. Fantastisch und umwerfend. Für alle die Techno mögen, führt weiterhin kein Weg an Underworld vorbei.

Und obwohl ich solche Videos nicht mag, das hier zeigt die Stimmung doch ganz gut.

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