Live: Karnivool, Salzhaus Winterthur, 15-03-14

Karnivool-1-Live_MBohli

Karnivool
Support: Monuments
Samstag 14.03.2015
Salzhaus, Winterthur

Was für eine Woche: Es begann mit einer grossartigen Darbietung von Archive am Montag, fand ein rockiges und abwechslungsreiches Zwischenspiel im Gaswerk, und wurde nun mit einer umwerfenden Performance von Karnivool abgeschlossen. Und das schon wieder in Winterthur, die Stadt weiss einfach welche Bands man aufbieten muss. Da wage ich es auch hin, ohne die auftretenden Gruppen zu kennen, enttäuscht wurde ich bisher nicht.

Karnivool waren mir nicht gänzlich unbekannt, als Fan von Prog und komplexer Musik, las ich aber öfters über die Band aus Australien. Ein Album habe ich mir bis jetzt nicht gekauft, wieso auch immer. Dank mehreren Empfehlungen von Freunden wagte ich aber den Schritt ans Konzert, und war begeistert. Die fünf Mannen mischen ihre harte und schwierige Musik mit viel Melodie und einem wunderbaren Gesang. Frontmann Ian Kenny hat nicht nur eine starke Präsenz und ein gutes Gespür für den Umgang mit den Zuschauern, sondern auch eine variantenreiche und ausdrucksstarke Stimme. Seine Gesangsmelodien verbinden die abgefahrenen Rhythmen und Takten, und lassen die Songs fokussierter erscheinen. Gerade bei den Stücken vom neusten Album „Asymmetry“ ist dies hilfreich, denn Schlagzeug und Bass schlagen im Sekundentakt Haken und alles trifft neben dem Schlag. Die älteren Lieder wirken dagegen wie Pophymnen, mit viel Wucht und Mitsing-Potential. Gerade bei der Zugabe wurde darum lauthals mitgemacht und die Band war sichtlich erfreut. Karnivool zeugten nicht nur von extremem Talent, sondern viel Bühnenerfahrung und Ausdruck. Jetzt müssen die Alben her, schnell.

Auch Monuments aus England wussten, wie man die Leute anspricht. Der Sänger  (und Saxophonspieler) machte Komplimente, plauderte mit den ersten Reihen und zeigte sich glücklich, hier mit den Australiern auf Tour zu sein. Obwohl ihre Musik in die harten und brutalen Gefilden gehört, herrschte auch hier viel Harmonie vor. Der Metal-Core wurde mit einem Gefühl gemischt, dass mich oft an Incubus erinnerte, und viel Raum für Epik liess. Die Band behalte ich mir gerne im Hinterkopf.

Karnivool-2-Live_MBohli  Monuments_Live_MBohli

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