Pink Floyd – The Division Bell (1994) // Deluxe Anniversary Edition

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Pink Floyd – The Division Bell
Label: Parlophone, 2014 (20th Anniversary Edition)
Format: Deluxe Box, CD, Bluray, 2 x LP, 2 x 7inch, 12inch, Booklet
Links: Discogs, Band
Genre: Art-Rock, Pop

Vor zwanzig Jahren veröffentlichte die Art-Rock Legende Pink Floyd ihr letztes Album „The Division Bell“, jedenfalls bis im Spätjahr 2014 das Begleitwerk „The Endless River“ diese Position übernahm und die Geschichte der Mannen endgültig (?) abschloss. Zuvor aber durfte man mit der Band das 20. Jubiläum der Glocke feiern. Auch ich nahm gerne Teil an dieser Fete – mit dem Kauf der hübschen Deluxe Box. Darin befindet sich das Album als Vinyl, CD, Bluray und digitaler Download. Ebenfalls beigelegt sind ein hübsches Booklet und die damals erschienenen Singles auf 7inch und 12inch. Wer nach Bonusmaterial und unveröffentlichten Songs sucht, findet hier leider nichts vor. Das Album alleine wird hier in seiner ganzen Pracht präsentiert und schafft es sogar, etwas mehr Anerkennung an sich zu reissen, als damals bei der ersten Veröffentlichung.

„The Division Bell“ hatte immer mit den schwierigsten Stand. Nach dem Ausstieg von Roger Waters verwandelte sich Pink Floyd in eine eher poplastige Band, die ganz unter dem Zepter von David Gilmour weiter machte. Man setzte eher auf Emotion und simplere Melodien als komplexe Handlungsbögen und düstere Vision. „A Momentary Lapse Of Reason“ löste mit dieser Handlungsweise viel Unmut bei den Fans aus und gilt bis heute bei vielen als das schlechteste Album im Katalog der Band. Mit „The Division Bell“ versuchten die Herren Gilmour, Mason und Wright, diese unsicheren Wasser zu umschiffen. Die Musik setzt dabei stark auf die Gitarrenspielereien von Gilmour und deren unverkennbaren Klang. Das Album startet mit dem Intro „Cluster One“ und weiss durch die Geräuschkulisse zu gefallen. Auch „What Do You Want From Me“ ist ein hübsches Lied mit starkem Gesang, danach aber verweichlicht das Album stark. Die Lieder sind nicht schlecht, aber sie sind auch nicht gut. Obwohl ich mir das Album gerne in seiner Gesamtheit anhöre, merkt man eine Spur Ideenlosigkeit und Unsicherheit der Band. „Lost For Words“ beginnt wie ein billiger Popsong, „Poles Apart“ kann sich für keine Richtung entscheiden.

Ein paar Highlights gibt es aber doch, „Keep Talking“ verfügt über eine grossartige Struktur und den Sprachaufnahmen von Stephen Hawking. „High Hopes“ hat die elegische Stimmung und Grösse älterer Pink Floyd-Lieder, und die Glocke bleibt für immer im Kopf. Alles in Allem ist „The Division Bell“ eine teuer hergestellte Platte mit viel zu starker Produktion. Der scheinbar letzte Atemzug des Art Rock-Dinosauriers, ohne grosse Innovation und progressiven Anspruch. Trotz all dieser Fehler geht aber doch ein Reiz davon aus, und gerne rotiert die Scheibe auf dem Spieler. Zu meinen liebsten Werken von Pink Floyd wird „The Division Bell“ aber nie zählen.

Anspieltipps:
Marooned, Keep Talking, High Hopes

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