Alright The Captain – Contact Fix (2015)

ATC-BIG

Alright The Captain – Contact Fix
Label: Eigenveröffentlichung, 2015
Format: Vinyl mit Download
Links: Bandcamp, Band
Genre: Instrumental, Math-Rock, Post-Rock

Wie es sich für eine Band gehört, die mit dem Banner Math-Rock unterwegs ist, werden gleich ab der ersten Sekunde die Melodien und Klänge wild durcheinandergewirbelt. Das Keyboard brummt und reisst immer wieder aus, die Gitarren schlagen Haken und verwirren das zappelnde Schlagzeug. Alright The Captain wissen genau, wie man solche Musik spielen und präsentieren muss. Ihr zweites Album „Contact Fix“ wurde dank Kickstarter-Kampagne nun endlich veröffentlicht und macht Spass.

Geglückt ist der Band dabei nicht nur die Musik, sondern auch die Präsentation. In klarer Qualität und guter Produktion lassen sich die technisch anspruchsvollen Lieder gut analysieren. Dass solche Musik viel Aufmerksamkeit erfordert, liegt auf der Hand. Mit einer Spielzeit von einer knappen halben Stunde wurde dem hier auch Rechnung getragen. Das Album bleibt konstant interessant, überrascht mit Wendungen und tollen Einfällen, und lässt sich gut regelmässig und mehrmals anhören. So ist je nach Song ein anderes Instrument vorherrschend, mal das Keyboard, dann wieder die Gitarren oder gleich der Bass. Chaotische Momente mit wirren Klangspielereien und atemlosen Passagen mischen sich gerne mit Abschnitten, die auch dem Post-Rock zugeteilt werden können. „Eagle Hands“ bietet dabei den ersten Aussichtspunkt nach dem steilen Aufstieg, aber nicht ohne Geröll und wackeligen Steinen unter den Füssen.

Schön, dass die Band bereits auf ihrem zweiten Album so erfahren und durchdacht daherkommt. Hinter der offensichtlich abgefahrenen Fassade von Math-Rock, stecken nämlich viel Überlegungen und Abwägungen. Dass alle Melodien und Läufe zu einem einheitlichen Körper zusammenfinden, ist keine simple Aufgabe. Doch bei Alright The Captain ergeben die Lieder Sinn, es wird nicht die Technik über die Musik und das Album gestellt. Effekte und Sprachsampels finden ihren Platz, genauso wie Metal-artige Ausbrüche in „Ben And Barbara“. Für Fans der komplexen und eher härteren Rockmusik ist das Album „Contact Fix“ ein netter Happen zwischendurch. Und eine Band, die Songtitel wie „I’m Not Smart I Don’t Have All That Book Learning Stuff“ verwendet, kann nur sympathisch sein.

Anspieltipps:
Baltirific, Eagle Hands, I’m Not Smart I Don’t Have All That Book Learning Stuff

Das dazu passende Getränk:
Long Island Ice Tea – alles drin und gut abgestimmt.

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