Glaston – Sailing Stormy Waters (2014)

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Glaston – Sailing Stormy Waters
Label: Eigenveröffentlichung, 2014
Format: CD im Digi
Links: Band
Genre: Post-Rock

Post-Rock aus der Schweiz, da gibt es einige gern gehörte Bands wie Monkey3, Eno oder Leech. All diese Mannen haben sich ein Stammpublikum erarbeitet und bieten fassettenreiche Musik. Mit den jungen Leuten von Glaston – englisch ausgesprochen, aber den Ursprung in „Ton aus Glas“ findend – will sich nun eine Band aus Zürich dazu gesellen und behaupten. Mit „Sailing Stormy Waters“ erscheint anfangs November die erste EP der Band welche ich an ihrer Konzertpremiere in der alten Kaserne bereits ergattert habe.

Natürlich sind die Lieder genrebedingt instrumental gehalten und leben von Spannungsbögen und dem Wechselspiel von Leise und Laut. Dabei bleiben Glaston aber erfrischend genug um zu unterhalten, es werden nicht nur Genreklischees wiederholt. Das Keyboard ist dabei meist das tragende Instrument und somit hebt sich die Band gegenüber Gitarren lastigen Postrocker gut ab. Oft dachte ich bei gewissen Stellen an Kollegen wie etwa Mogwai, welche in den letzten Jahren auch vermehrt auf Melodie und Sanftheit gesetzt haben. Ein Umfeld in dem sich die Zürcher sehen lassen können, besonders wenn man bedenkt wie kurz erst diese Band existiert. Noch nicht einmal ein Jahr proben die Jungs und das Mädel  zusammen und werfen bereits eine Veröffentlichung ab, so was gibt’s selten. Das zusammenhaltende Element ist dabei wie schon am Konzert bemerkt der Schlagzeuger David Preissel. Seine technischen Fähigkeiten sind erstaunlich und immer wieder geraten auch krumme Takte oder polyphone Rhythmen in die Lieder. Das tut der Musik gut, weil die Band sehr jung und frisch im Geschäft ist sind gewisse Unsicherheiten noch herauszuhören.

Aber trotzdem, die EP ist ein toller Erstling und lässt sich gut anhören. Glaston erfinden das Postrad nicht neu, bieten aber mit wiederkehrenden Melodien welche Themen vermehrt aufgreifen und unterschiedlich einsetzen, gelegentlichen Ausbrüchen, sanften Streicherbegleitung und genügend Mut eine tolle halbe Stunde Musik. Wenn die Entwicklung so rasant weiter geht erwartet uns in einem Jahr wahrscheinlich ein grosses Album.

Ein Review zur EP Taufe im Exil findet ihr hier.

Anspieltipps:
We Travel, Some Of Us Forever; Sailing Stormy Waters

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