Lana Del Rey – Ultraviolence (2014)

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Lana Del Rey – Ultraviolence
Label: Polydor, 2014
Format: Doppelvinyl im Gatefold, Downloadcode
Links: Discogs, Musikerin
Genre: Americana, Folk, Pop

Dunkles Design, schwarz-weiss Photografie, düsterer Titel, das zweite Album von der hübschen Lana Del Rey verspricht keinen Blumenpop. Schon das erste Werk war nicht auf Vinyl gepresste Fröhlichkeit, doch dazu kann ich keine Vergleiche anstellen. Der Titel und die Aufmachung haben mich aber nun beim Nachfolger Ultraviolence neugierig gemacht. Allgemein lässt sich sagen, dass die Lieder auf dem Album alle gemächlich und schleppend sind. Frau Del Rey schreibt keine Charthits mit fetten Beats, bei ihr sprechen die ruhigen Gitarren und melancholischen Melodien. Gute Basis, genügend Variation ist auch vorhanden.

Oft sind die Stücke sehr reduziert, anstelle mit einer überladenen Produktion alles voll zu pflastern, wird die Instrumentalisierung songdienlich eingesetzt. Dies funktioniert super, sind doch die Melodien hervorragend und Lieder bleiben schnell im Kopf. Gerne lauscht man Lana wie sie die Geschichten um den Alltag in den USA vorträgt, immer an der Grenze zur White Trash und Trailerpark Kultur, jetzt aber auch in Kalifornien und am Strand angesiedelt. Beliebt ist dabei natürlich die Liebe und all ihre schwierigen Momente. Frau und Mann wollen zusammen sein, dürfen nicht oder können nicht. Dabei ist Lana aber vielen überlegen, denn sie ist nicht eine von Vielen sondern die Coolste auf dem Platz. Sie ist wild, wütend und crazy. Allgemein ist es eine verrückte Welt die Lana hier in diesem topmodernen Produkt beschreibt. Dabei werden die oft sehr poetisch anmutenden Zeilen mit viel Hall und Echo untermalt.

All das passt perfekt zum geistigen Bild das man von der Sängerin hat. Sie betört weiterhin nicht nur mit ihren Schmolllippen und Rehaugen, sondern mit der oft lasziven Stimme. Dabei weiss sie vor allem in den Refrains wunderbare Melodien und Harmonien zu singen. Schon fast schade aber, sind die Musikvideos nicht auf dem Vinyl drauf. Unterhalten wird man von Ultraviolence aber auch ohne Begleitbilder, das Zweitwerk ist erwachsen und ziemlich perfekt. Eigentlich kann sich Frau Del Rey jetzt in Pensionierung begeben, toppen kann sie diese Liedersammlung fast nicht. Ein stimmiges Werk in das man sich schnell verliebt, und in die Musikerin sowieso.

Anspieltipps:
Ultraviolence, Money Power Glory, Florida Kilos

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