Esben And The Witch – A New Nature (2014)

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Esben And The Witch – A New Nature
Label: Eigenveröffentlichung, 2014
Format: MP3, Vorabdownload
Links: Discogs, Band
Genre: Indie-Rock, Alternative, Dark Rock

Horrormusik, das Wort kommt mir immer in den Sinn wenn ich Esben And The Witch höre. Die Musik welche die Jungs und Frontfrau Rachel Davies fabrizieren war immer geprägt von knurrenden Gitarren, grollenden Drums und kratzendem Bass. Dazu ein Gesang der oft nicht nur sonderbare Melodien aufweist, sondern auch als Geschrei und verrauschtes Hauchen in die Gehörgänge dringt. Nebelbedeckte Felder, heulende Wölfe und zerfallene Ruinen voller sich bewegender Schatten, all das war nie weit vom Klangbild entfernt.

Das dritte Album welches per Crowdfunding vorfinanziert wurde (und für die Unterstützer jetzt schon als MP3 erhältlich ist) weicht größtenteils nicht von diesem Zustand ab, geht aber ein Schritt in die Richtung Low-Fi und Reduktion. Gestartet wird mit einem zehn Minuten langen Koloss der sich von Takt zu Takt entfaltet, dabei aber seinen Jam-Charakter halten kann. Postrock könnte man auch sagen aber ohne grossen Schlusspunkt oder ungestümes Aufbäumen. Allgemein weiss die Band manchmal nicht so genau wo sie hin möchte. Auf der einen Seite bietet das Album ruhige Songs welche als Seelenbeschau funktionieren und auch von rauen Indietruppen stammen könnten, dann wieder fast hingekotzte Ausbrüche voller Gewalt und dich verletztenden Tönen. Den Leuten war im Studio wohl noch oft die Unsicherheit ins Gesicht gschrieben, denn gewisse Entscheidungen würden sie in wenigen Jahren wohl anders fällen.

Trotzdem überzeugt das Werk, gerade weil dadurch eine Stimmung entsteht die beide Gesichter zum Vorschein bringt und im Kopf eine Mischung formt, die ein komplettes Werk gestaltet. Die Wahrheit liegt auch im Universum von Esben And The Witch aber zwischen den Extremen, an dieser Randzone die hier immer wieder gestreift wird. Man kann sich mit diesem Album also fürchten und dann gleich wieder selbst beruhigen. Und die schlechten Momente sind auf A New Nature immer noch sehr gut hörbar. Beim nächsten Mal wünsche ich mir aber wieder mehr Fokus, auch wenn dies bedeutet, dass es keine 15 Minüter mehr gibt.

Anspieltipps:
Press Heavenwards!, The Jungle, Wooden Star

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