Live: Balthazar, Kinski Zürich 14-04-18

Balthazar Kinski

Balthazar, Support: The Rhythm Junks
Freitag 18.04.2014
Kinski, Zürich
Setlist

Warum nicht mal an ein Konzert gehen ohne die Band zu kennen, Empfehlungen von Freunden sollten ja reichen. Und das Kinski an der Langstrasse in Zürich ist ein toller kleiner Club mit Geschmack, beste Voraussetzungen also. Das Konzert war restlos ausverkauft, wir fanden aber trotzdem unseren Platz im hinteren Teil des Raumes (siehe auch das Bild). Als Vorband spielten The Rhythm Junks aus Belgien ein kurzes Set. Ihr Sound ist stark von Blues getränkt und wird in vielen Liedern von der Mundharmonika bestimmt. Das sorgt für einen nicht alltäglichen Klang, auch wenn es nicht ganz mein Geschmack trifft. Die Herren sind aber sympathisch und freuten sich sehr das Vorprogramm zu bestreiten.

Als dann die Leute von Balthazar sich auf die Bühne quetschten, war der Raum mit gefühlter doppelter Besucherzahl voll gestopft. Wem es zu eng wurde konnte das Konzert aber auch im Fumoir geniessen. Ein toll gestalteter Raum im Erdgeschoss inklusive Bar und Übertragung des Konzertes auf die Lautsprecher. Die Belgier sind wahrlich Aufsteiger und werden in den nächsten Jahren wohl in immer grösser werdenden Venues spielen. Vergönnt sei es ihnen, erschaffen sie doch eine tolle Stimmung und spielen ihre Songs sehr gut. Am meisten erstaunt war ich von der Grösse ihrer Musik. Die vier Jungs und das Mädel singen meist mehrstimmig, packen genügend Hall auf ihre Instrumente und erzeugen somit eine klangliche Wucht wie in einem grossen Stadion. Mit geschlossenen Augen fühlte man sich in einer grossen Halle mit tausenden von Leuten. Dass das Publikum die meisten Songs sehr gut kannte und vielfach mitsang, unterstützte diesen Eindruck noch. So wurden ältere wie auch neue Lieder wie „Leipzig“ jubelnd in Empfang genommen und abgefeiert.

Praktische alle Songs von Balthazar sind sehr melodisch und leben von grossen Gefühlen. Ihre Musik geht somit schnell ins Herz und weiss auch Unwissende wie mich schnell zu überzeugen. Interessanterweise erinnerten sie mich oft an Kashmir, wenn auch weniger kantig. Allen Freunden gut gemachter Indie-Pop Musik empfehle ich ein Konzert der Truppe zu besuchen, am besten in naher Zukunft bevor man das Erlebnis mit 20’000 anderen Leuten im Stadion teilen muss.

„Raise your glass to the nighttime and the ways
To choose a mood and have it replaced“

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