Mogwai – Rave Tapes (2014)

Mogwai Rave Tapes Vinyl

Mogwai – Rave Tapes
Label: Rock Action Records, 2014
Format: Vinyl mit 7inch, Downloadcard
Links: Discogs, Band
Format: Post-Rock

Instrumentaler Post-Rock ist eine Musikrichtung mit cineastischer Seite. Da die Lieder ohne Gesang und Text auskommen müssen, brauchen die Melodien unterhaltsam und fesselnd zu sein, zugleich Welten vor den Augen des Zuhörers aufzubauen. Dank Genrebegründer wie GY!BE nutzen die meisten Bands dazu das Laut-Leise Schema und brachiale Soundwände, um eine möglichst fesselnde Wirkung zu erreichen. Mogwai gehören ebenfalls zu diesen Musikern, besonders als Liveband sind sie einer der Lautesten.

Passenderweise haben die Schotten in ihrer Karriere mehrere Soundtracks für Film und Fernsehen geschrieben, diese unterscheiden sich meist mit ihrer Sanftheit von den regulären Alben. Nun aber beginnen sich die zwei Welten zu verschmelzen. Mit Rave Tapes beweisen Mogwai, dass ihnen ein gemächlicheres Gewand sehr wohl steht. Viele Songs sind nach der Auftragsarbeit zu „Les Revenants“ übrig geblieben und fanden im Album Verwendung. Auch die elektronischen Klänge werden neu stärker gewichtet. Viele Songs starten mit Melodien aus dem Keyboard oder werden von Sythieflächen untermalt. In ihrer Gesamtheit entsteht somit ein entspanntes Werk ohne die Vergangenheit zu verleugnen. Drei Lieder werden zusätzlich mit dem Element Gesang / menschliche Stimme ergänzt. Wunderbar anzuhören im Schlusslied „The Lord Is Out Of Control„, Vocoderharmonien. Etwas speziell dagegen „Repelish“, denn darin erzählt ein Mann die Hintergründe zu versteckten Botschaften auf alten Vinylscheiben. Musikalisch bleibt der Song sehr zurückhaltend und repetitiv. Gerade in solchen Momenten wünsch man sich kurz, den Mogwai doch stärker verärgert zu haben um seine Wutausbrüche und tobenden Anfälle zu erleben. Wenigstens kann man sich die Dosis Klangwand noch an den Konzerten holen.
Trotzdem ist mit Rave Tapes ein starkes Album gelungen und eignet sich auch für ruhigere Momente ganz prächtig, gerade wegen den klanglichen Veränderungen gegenüber den Vorgängern.

Anspieltipps:
Remurdered, Master Card, The Lord Is Out Of Control

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